Im Rahmen der Initiative "Kultur und Entwicklung" führte das Goethe-Institut in der Region Osteuropa/Zentralasien das Pilotprojekt "Verlegerfortbildung 2009- 2011" 
http://www.goethe.de/ins/ru/lp/prj/vfb/deindex.htm durch.

Das Programm war zunächst auf drei Jahre angelegt und richtete sich hauptsächlich an Führungskräfte im Verlagswesen.

Das Pilotprojekt wurde in Zusammenarbeit mit dem MEDIENCAMPUS FRANKFURT sowie der FRANKFURTER BUCHMESSE durchgeführt und bot den Teilnehmern eine systematische, modulare, multimediale und auf die Bedürfnisse der Verleger in diesen Ländern zugeschnittene Fortbildung.

Ziel war neben der beruflichen Weiterqualifizierung der Verleger vor allem auch die Förderung von Netzwerken  - sowohl in denen einzelenen beteiligten Ländern, wie auch über die eigenen Ländergrenzen hinweg.
Der Austausch mit Experten aus Deutschland und die Besuchsreisen nach Deutschland sollten zusaetzlich Kooperationen mit Partnern in Deutschland ermöglichen.
Insgesamt galt es, die Verlagsszenen in den beteiligten Ländern zu stärken.

Der Startschuss für die "Verlegerfortbildung 2009-2011" fiel 2009 auf der Frankfurter Buchmesse.
2010 und 2011 wurden dann u.a. in Weißrussland, der Ukraine, in Kasachstan, Georgien, Armenien, Russland und Usbekistan Seminare, Workshops und Konferenzen durchgeführt. Im Laufe dieser Weiterbildungsveranstaltungen arbeiteten die Teilnehmer des Projekts mit renommierten deutschen Branchenexperten zusammen, erweiterten Ihre Fachkenntnisse und tauschten sich über die jeweiligen Bedingungen der Verlagsarbeit in ihren Ländern aus.
Die Reisen zu den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt/M boten gute Gelegenheit, weitere internationale Kontakte zu knüpfen und sich intensiv über die deutsche Buch- und Verlagsszene zu informieren.

Das Projekt wurde von den Zielgruppen sehr gut angenommen und verlief sehr erfolgreich. Mehrere 100 Verleger nahmen an den verschiedenen Veranstaltungen teil. Die neu gewonnenen Kenntnisse und Kontakte zeigen Wirkung in weiter professionalisierten Verlagsangeboten und gemeinsamen Projekten.

Für die Goethe-Institute in Osteuropa/Zentralasien wurde noch einmal deutlich, wie wichtig die Arbeit mit den Verlegern im Rahmen unseres Kulturauftrages ist und welche großen Möglichkeiten hier bestehen.
So wird es auch nach Auslaufen der Piloptprojektphase ganz sicher weitere Maßnahmen für Verleger im Angebot der Goethe-Institute OEZA geben um die Nachhaltigkeit des Projektes zu sichern und die Verlagsszenen in den beteiligten Ländern weiter zu unterstützen.
 

Regina Anhut-Frahm

Leiterin Information und Bibliothek, Goethe Institut Ukraine